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Emanzipierter Islam

Ich habe lange überlegt, ob ich auch eine Kritik zu einem islamischen Text schreiben soll, da ich im Gegensatz zum Christentum nicht ganz so in der Materie drin bin. Trotzdem konnte ich es absolut nicht nachvollziehen, wie man diese Religion so unkritisch verherrlichen kann.

Der Islam hob die Stellung der Frau bereits vor 1416 Jahren hervor, indem ihr das Scheidungsrecht, das Recht auf finanzielle Unabhängigkeit und Unterhalt sowie das Recht, als ehrbare Frau erkannt zu werden, zubilligte, und dies zu einer Zeit, bei der die Frau, in der übrigen Welt, als ein “Mensch” kein Ansehen fand, geschweige von Menschenrechten!

Es Mag durchaus sein, dass der Islam der Frau einiges zubilligte, da kenne ich mich in der Geschichte der Arabischen Welt nicht genau genug aus. Trotzdem sollte man den von mir gewählten Tempus im ersten Satz beachten (übrigens auch in dem Zitat). Na wer merkt etwas?  Ja, es ist Präteritum ;)

Bezüglich ihrer religiösen Handlungen ist die Frau dem Mann gleichgestellt. Dieser Sachverhalt wird im Qur’an wie folgt dargestellt: “Und wer gute Werke tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, der wird ins Paradies eingehen, und dem wird nicht im Geringsten Unrecht getan.” (Sure 4 Die Frauen 124).

Hier sieht man auch die Großzügigkeit des Islams: Die Frau darf genauso manipuliert werden wie der Mann. So etwas nenne ich echte Gleichstellung liebes Abendland!

Der Islam erlaubt der Frau nach der Heirat, ihren Mädchennamen zu behalten, ihr selbstverdientes Geld zu verwalten und nach Ihrem eigenen Wunsch auszugeben.

Ein ziemliches Pech, wenn man nur im Haushalt arbeiten darf, weil der Mann ja das Sagen hat. Da der Autor gleich sehr oft aus dem Koran zitiert, nehme ich mir das auch mal heraus, auch wenn ein Muslim wahrscheinlich gegen argumentieren wird, dass ich meine Zitate ja total aus dem Zusammenhang gerissen habe, ihre Zitate sind es aber natürlich nie P

  • Sure 2, Vers 223: „ Eure Weiber sind euch ein Acker. Gehet zu eurem Acker, von wannen ihr wollt; “

Die absurde Frage, ob die Frau ein Tier oder ein Mensch sei, und ob sie eine Seele besitzt oder nicht, haben sich die Muslime nicht gestellt. Denn die Antwort darauf findet man im Qur’an und in der Sunna (Lebensweg und Verhalten des Propheten Mohammed, Allahs Segen und Sein Heil sei auf ihm). Der Prophet Mohammed, sagte zu den muslimischen Männern:

  • “Der Gütige unter euch ist derjenige, welcher sanftmütig zu seiner Familie ist.”

Weiterhin kann folgendes Hadith (Bezeichnung für die Berichte, in denen die Sunna des Propheten Mohammed, Allahs Segen und Sein Heil seien auf ihm erwähnt werden):

  • “Unter den Gläubigen zeigen diejenigen den vollkommensten Glauben, die den besten Charakter besitzen. Und die besten von euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.”

Die Muslime haben gleich (natürlich vollkommen korrekt angenommen), dass die Frau ein Acker ist. Tja, die haben dem Westen echt etwas voraus. Ein weiteres Zitat als Antwort.

  • Sure 4, Vers 34: “Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat… Diejenigen (Weiber) aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet – warnet sie, verbannet sie in die Schlafgemächer und schlagt sie…”

Insbesondere der Qur’an aber auch die Hadithe dienen den Muslimen als verbindliches Maßstab ihres Handelns. Die Sunna beschreibt das Leben des Propheten Mohammed, Allahs Segen und Sein Heil seien auf ihm, und in den Hadithen sind seine Worte und Taten in Bezug auf bestimmte Situationen und Lebensbereiche überliefert. Der Qur’an wurde allen Menschen gesandt, um z.B. neben vielen wichtigen anderen Dingen, Frieden und Gleichheit unter den Menschen zu sichern.

Moment mal: “Frieden und Gleichheit !sichern!”? Ich muss wohl etwas falsch interpretieren!

  • Sure 2, Vers 191: “Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag…“

und wo finde ich hier den Frieden?

  • Sure 8, Vers 12: „…Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“

Zum Ende hin, möchten wir Sie auf einige Ayet (Qur’an Verse), die bereits vor mehr als 1400 Jahren offenbart wurden, hinweisen, die die Stellung der Frau im Islam erläutern:

  • Siehe, die muslimischen Männer und Frauen, die gläubigen, die gehorsamen, die wahrhaftigen, standhaften, demütigen, Almosen spendenden, ihre Scham hütenden und Allahs häufig gedenkenden Männer und Frauen, bereitet hat ihnen Allah Verzeihung und gewaltigen Lohn.” (Qur’an Sure 33 Die Verbündeten, 35)“

Die Stellung der Frau ist im Islam doch gar nicht mal so gut, wenn man nur “Lohn” erlangt, wenn man “gläubig, gehorsam, demütig, Scham hütend” und häufig an ein nicht existentes Wesen Zeit verschwendet spendet.

  • “Wer Gutes tut, ob Mann oder Frau, und dabei gläubig ist, den werden Wir bestimmt ein angenehmes Leben leben lassen. Und Wir werden ihnen bestimmt mit ihrem Lohn vergelten für das Beste von dem, was sie taten.” (Qur’an Sure 16 Die Bienen, 97) “

Hauptsache „das Beste“ ist nicht „das Beste“ was der Koran von einem verlangt, sonst wäre das schon grausam:

  • Sure 8, Vers 55: „Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben.“

Ein sehr schöner Pleonasmus: „die Ungläubigen, die nicht glauben”

  1. August 14, 2008 um 5:57 | #1

    Der Allmaechtige braucht sich nicht zu emanzipieren und ebensowenig jene, die sich ihm voellig hingegeben haben, denn sie sind durch ihn was er will.
    WER DIE WAHRHEIT HASST, DER IST VERFLUCHT.
    Logos Theon.
    Gustav Staedtler.

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