Wahl des Browsers – meine Empfehlung
Das schlagartige Erscheinen von dem – teilweise Open Source – Browser Chrome von Google hat mich mal wieder darauf gebracht, wie wichtig es doch ist sich zu Informieren und auch Entscheidungen zu treffen. Ich habe den Browser der oft Datenkrake genannten Firma natürlich auch getestet. Was mir sofort ins Auge fiel war der doch ungewöhnlich schnelle Seitenaufbau, der bekannterweise oft auch trotz DSL 6000 und mehr ein paar Momente braucht um die Seite komplett geladen zu haben. Dies wäre für mich auch das einzige Argument für diesen Browser.
Das Design gefällt mir nicht, weil mir persönlich eine dauerhafte Statusleiste am unteren Rand und eine Menüleiste über der Tab-Anzeige fehlt. Das mag daran liegen, dass ich es gewohnt bin, trotzdem sehe ich auch keinen Grund auf die beiden Elemente verzichten zu müssen, denn diese paar Pixel in der Vertikalen stören die Ansicht der Webseite meiner Meinung nach nicht im geringsten.
Kommen wir aber mal zu den Datenschutzbestimmungen, die ich etwas abstrus finde:
In die Adressleiste eingegebene URLs oder Suchanfragen werden an Google gesendet, damit von der Vorschlagsfunktion automatisch gesuchte Begriffe oder URLs empfohlen werden können
Von Ihnen aufgerufene nicht vorhandene URLs werden möglicherweise an Google gesendet, damit wir Ihnen bei der Suche nach der gewünschten URL helfen können
Die Funktion „Sicheres Durchsuchen“ stellt regelmäßig eine Verbindung zu den Servern von Google her, um die aktuellste Liste bekannter Phishing- und Malware-Websites herunterzuladen. Zusätzlich wird, wenn Sie eine Website besuchen, die eine Phishing- oder Malware-Website sein könnte, von Ihrem Browser eine verschlüsselte Kopie eines Teils der URL dieser Website an Google gesendet, so dass wir weitere Informationen über diese potentiell gefährliche URL senden können. Google kann die reale URL, die Sie besuchen, aus diesen Informationen nicht bestimmen
Ihre Kopie von Google Chrome enthält mindestens eine eindeutige Anwendungsnummer. Diese Nummern und Informationen zur Installation des Browsers (z. B. Versionsnummer, Sprache) werden bei der erstmaligen Installation und Verwendung der Anwendung und bei der automatischen Update-Prüfung von Google Chrome an Google gesendet
Gerade diesen Punkt finde ich mehr als bedenklich. Warum macht man soetwas außer um möglichst viele Daten zu sammeln und diese auch noch zuordnungsbar zu machen?
Die während der Verwendung von Google Chrome an Google gesendeten Informationen dienen dem Betrieb und der Verbesserung von Google Chrome sowie anderer Dienste von Google und werden zu diesem Zweck verarbeitet.
Diese Punkte reichen mir zumindest vollkommen aus um bei meiner jetzigen Wahl zu bleiben. Ich meine die Geschwindigkeit ist bei dem Googlebrowser zwar enorm, aber ich möchte nicht so überwacht werden, wie es Google im Moment mit dieser Software macht. Ich denke mit dem 3.1 Update des Firefox – mein Standardbrowser – wird dieser mit Chrome gleichziehen.
Für Firefox möchte ich daher (um ein wenig die Werbetrommel zu rühren) ein paar Tipps für Einsteiger geben, welche Addons man Installieren sollte:
1. Adblock Plus
Dieses Programm sorgt dafür, dass Werbegrafiken oder Javascripte gar nicht mehr geladen werden. Außerdem kann man durch das hinzufügen der Filterregel „*google-analytics.com“ (ohne „“) das Spionagetool von Google blockieren. Durch dieses Tool wird 95% der Werbung blockiert, da man durch Filterlisten immer auf dem aktuellen Stand bleibt. Dadurch werden die Seiten schneller geladen und vorallem übersichtlicher, da störende Elemente entfallen.
Da es manchmal Schwierigkeiten geben kann ein nicht gefiltertes Werbeelement exakt zu blockieren ist dieses Tool einfach nur genial. Hier ist es möglich durch eine Auswahl mit der Maus den Filtercode zu erstellen und so exakt das blockieren, was man möchte. So kann man dann wirklich 99,9999% der Werbung blockieren und man kann sich auf das wesentliche konzentrien.
3. No Script
Javascripte werden per Default blockiert und mann kann mit einer Whitelist bestimmen, welche Seiten Javascripte ausführen dürfen. Dies ist meiner Meinung nach gut, weil eine Seite auch ohne Javascript funktionieren sollte, die Scripte dürften eigentlich nur zur Optimierung benutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Ausnutzung der Sicherheitslücken durch Javascripte enorm erschwert werden!
Diese Addons machen Firefox meiner Meinung nach zu dem Browser schlecht hin. Ich kenne keinen Browser der etwas Vergleichbares wie Adblock Plus hat (Safari und Opera müssen sich meiner Information nach mit Proxys behelfen) und gerade dieses Programm macht das Surfen wesentlich angenehmer.
Zum Schluss möchte ich noch den Standardsatz loswerden: Alles ist besser als der IE im Prinzip auch Chrome, wenn er nicht so Datengeil wäre.
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